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Ungetrübter Badespaß: Qualitätssiegel bescheinigt hohe Hygienestandards

Sommer, Sonne, Schwimmbad: In Freibädern ist dieses Jahr alles anders. Von Zugangsbeschränkungen bis zur Einbahnstraßenregelung im Schwimmbecken – zum Schutz der Mitarbeiter und Badegäste sind neue Hygienekonzepte gefragt.

(Quelle: Freibad Seeheim-Jugenheim)

Das Coronavirus verändert nicht nur unseren privaten und beruflichen Alltag, sondern beeinflusst auch, wie wir im Sommer 2020 Urlaub machen. Wer nicht weit im Voraus eine Auslandsreise gebucht hat, bleibt lieber zuhause oder verreist innerhalb Deutschlands. Die nötige Abkühlung bei hochsommerlichen Temperaturen versprechen Badeseen und Freibäder, die vielerorts wieder geöffnet haben. Die Badegäste sind allerdings noch zurückhaltend, die Verunsicherung seitens der Verbraucher ist groß. Das zeigt nicht zuletzt die stark gestiegene Nachfrage nach Pools für den eigenen Garten. Für Badbetreiber eine weitere Herausforderung in der ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Situation. Um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, braucht es ausgereifte Hygienekonzepte, wie etwa im Freibad Seeheim-Jugenheim.

 

Hygienestandards für optimale Wasserqualität

Die Betriebsleitung des Jugenheimer Freibads hat sich intensiv auf den diesjährigen Saisonstart vorbereitet, seit 10. Juli ist das Schwimmbad für Badegäste wieder geöffnet. Die Einhaltung der aktuellen Schutz- und Hygieneanforderungen SARS-CoV-2/COVID-19 hat sich das Bad von TÜV Hessen bestätigen lassen. „Im Freibad ist das Infektionsrisiko nicht höher als in anderen öffentlichen Bereichen“, erklärt Bianca Stephan vom TÜV Hessen-Prüfteam „Sicher gegen Corona“. Die Sorge vieler Verbraucher, sich über das Badewasser anzustecken, ist unbegründet. Laut Deutscher Gesellschaft für das Badewesen e.V. ist eine Übertragung von SARS-CoV-2 über das Beckenwasser nach derzeitigem Wissensstand äußerst unwahrscheinlich. Das Wasser unterliegt – unabhängig von Corona – einer ständigen hygienischen Aufbereitung. „Die allgemeinen Regeln der Technik bieten bereits einen wirksamen Schutz vor Viren und Bakterien. Die Filtration und die Beigabe von Chlor beseitigen nahezu alle Mikroorganismen und Krankheitserreger im Wasser“, so Bianca Stephan. Dennoch wurden zur Vorsorge in der aktuellen Situation die Reinigungsmaßnamen und täglichen Qualitätskontrollen im Freibad Jugenheim noch einmal verstärkt. Die Filterspülung erfolgt nun zweimal wöchentlich statt einmal und der Beckenbodenreiniger kommt täglich zum Einsatz. Um eine Anreicherung von Stoffen und Verschmutzungen zu verhindern, die von der Aufbereitung des Wassers nicht entfernt werden können, werden zusätzlich pro Badegast 32 Liter Beckenwasser gegen Frischwasser ausgetauscht.

 

Schwimmen mit Abstand

Die erfrischende Abkühlung im Wasser ist also gesundheitlich unbedenklich. Risikoreicher sind hingegen Kontakte zwischen den Badegästen etwa vor der Kasse und Infoschaltern, in den Umkleideräumen und Sanitäreinrichtungen oder auch auf den Liegewiesen. Auch hier lautet der beste Schutz: Abstand halten. „In der Praxis lässt sich die Einhaltung der Abstandsregeln nur durch eine Personenbegrenzung im Freibad umsetzen“, erläutert Nicole Jacob, Betriebsleiterin des Freibads Jugenheim. Statt der sonst üblichen 2.500 Badegästen an Spitzentagen, ist die tägliche Besucherzahl aktuell auf 1.215 Besucher begrenzt – und zwar verteilt auf insgesamt drei Schichten von jeweils vier Stunden. Dazwischen werden Handgriffe, Türklinken, Ein- und Ausstiegsgeländer, die Sanitäreinrichtungen sowie sämtliche Bänke und Mülleimer gründlich desinfiziert. Die Eintrittskarten müssen zudem vorab online erworben werden. Das erleichtert im Ernstfall auch die Nachverfolgung von Infektionsketten.

Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden, werden die Badegäste mit Wegweisern auf dem Boden im Einbahnstraßensystem durch den Eingangsbereich, die Toiletten und die Umkleiden geleitet. Diese Regelung gilt selbst im Schwimmbecken. Hier darf nur im Kreis geschwommen werden, um auch im Wasser den nötigen Sicherheitsabstand zu gewährleisten. „Natürlich kommt es auch auf die Eigenverantwortung und Mithilfe jedes einzelnen Besuchers an. Bisher zeigen unsere Badegäste zum Glück viel Verständnis und halten sich an die Regeln“, resümiert Nicole Jacob.  

 

Qualitätssiegel gibt Sicherheit

Auditorin Bianca Stephan ist sehr zufrieden mit dem Hygienekonzept des Freibads Jugenheim: „Wir haben bei unserer Überprüfung nicht nur die Sicherheit der Badegäste unter die Lupe genommen, sondern auch die Abläufe im Hintergrund und den Schutz der Mitarbeiter. Im gesamten Betrieb werden die Präventions- und Arbeitsschutzmaßnahmen konsequent und vorbildlich umgesetzt.“ Mit dem Qualitätssiegel „Sicher gegen Corona“ hat das Freibad eine dokumentierte Bestätigung erhalten – und einen qualifizierten Nachweis gegenüber Mitarbeitern und Besuchern. So steht in den Sommerferien einem unbeschwerten Sprung ins kühle Wasser nichts entgegen.

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