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Zurück in die Zukunft: Infektionsschutz im Gastgewerbe

Hoteliers und Gastronomen können durchatmen. Die Corona-Infektionen gehen zurück und die Bundesländer planen konkrete Öffnungsschritte. Doch nach wie vor sind viele Menschen verunsichert und können das Ansteckungsrisiko in geschlossenen Räumen nur schwer einschätzen. Mit einem unabhängigen Nachweis zeigen Hotels und Restaurants, dass ihre Gäste ihren Aufenthalt unbeschwert genießen können.

Wenige Branchen wurden von der Corona-Pandemie so hart getroffen, wie das Gastgewerbe. Aber an vielen Orten ist ein Ende des quälenden Lockdowns in Sicht. Seit 17. Mai 2021 werden die Beschränkungen im Gastgewerbe gelockert. Voraussetzung ist, dass in den betroffenen Städten und Landkreisen die Bundesnotbremse aufgrund niedriger Infektionszahlen außer Kraft gesetzt wird.

 

Gesunder Genuss

Offen ist, ob eine vollkommene Rückkehr zu den Gewohnheiten vor der Pandemie gelingen kann. Mit einer gemeinsamen Initiative mehrerer Tourismusverbände setzt sich der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA bereits seit März 2021 für eine Öffnungsstrategie ein. Der Hashtag #PerspektiveJetzt soll in den verschiedenen Social-Media-Plattformen zeigen, wie sehr sich die Branchen für Hygiene und Infektionsschutz engagieren. Während der Pandemie sind Sicherheit und Verantwortung mehr als zuvor zu den obersten Geboten geworden.

Um Gastronomen bei einem erfolgreichen Neustart zu unterstützen, hat der DEHOGA Leitlinien aufgestellt. Oberste Priorität hat dabei die Gesundheit und Sicherheit von Gästen, Mitarbeitern und Unternehmern. Die Grundvoraussetzung ist die Anwendung der AHA+L-Regeln. Speziell die Frischluftzufuhr muss mit regelmäßigem Stoßlüften oder leistungsfähigen Lüftungsanlagen gewährleistet sein. Ein weiteres wesentliches Kriterium ist die strikte Einhaltung des Mindestabstands in allen Einrichtungen: vom Hotelpool bis zum Buffet.

 

Bestätigte Sicherheit

Eine datenschutzkonforme Registrierung ergänzt die vorhandenen AHA+L-Maßnahmen, sowohl digital als auch auf Papier. Pragmatische Lösungen und individuelle Konzepte bieten darüber hinaus eine Unterstützung, weil sie sich an den örtlichen Gegebenheiten orientieren. Bei geringer Bewirtungsfläche können speziell kleinere Betriebe auf diese Weise dennoch zahlreiche Gäste bewirten. Indem die gültigen Regeln deutlich sichtbar aushängen und gleichzeitig im Internet veröffentlicht werden, entsteht eine Transparenz, die Besuchern ein Gefühl der Sicherheit gibt.

Zusätzlich kann ein unabhängiger Nachweis das Engagement der Gastronomen bestätigen. Der TÜV-Verband VdTÜV hat dafür bereits im vergangenen Jahr einen eigenen Kriterienkatalog entwickelt. Die Prüfungen beinhalten eine Kontrolle sämtlicher organisatorischer und technischer Maßnahmen zu Hygiene und Infektionsschutz. Speziell geschulte Fachkräfte prüfen vor Ort, ob die Vorgaben konsequent angewendet werden. Das Ergebnis ist im Idealfall ein sechs Monate gültiges Siegel.

 

Umfangreiche Prüfung

Der umfangreiche Prüfkatalog enthält auf den zum Zeitpunkt der Prüfungen gültigen gesetzlichen Regelungen von Bund und Ländern gemäß Infektionsschutzgesetz. Weitere Kriterien sind die geltenden Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und die im entsprechenden Anwendungsbereich zutreffenden COVID-19-Guidelines. Je nach Prüfumfang kommen ergänzende Hygieneanforderungen der Hotel- und Gaststättenbranche hinzu.

Auf Basis dieser Kriterien überprüfen Experten mit einer Checkliste, ob die aktuellen Anforderungen des Infektionsschutzes umgesetzt werden. Dazu zählen beispielsweise Hygienekonzepte für verschiedenste Bereiche in Hotels und Restaurants: von der Rezeption über die Küche bis zur Essensausgabe oder der Tischbedienung. Zusätzlich muss überall ein Mindestabstand eingehalten werden. Ist das nicht möglich, sind andere Schutzmechanismen gefragt, etwa das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Analoge und digitale Registrierungssysteme stehen ebenfalls auf dem Prüfstand.

Mit diesem Nachweis zeigen Hotels und Gaststätten, dass sie zum Prüfungszeitpunkt die erforderlichen Hygienevorgaben erfüllt haben. Anschließend ist das Siegel sechs Monate gültig. Die Prüfungen garantieren allerdings keinen Schutz vor COVID-19. Indem das Risiko der Verbreitung von Infektionskrankheiten verringert wird, tragen sie wesentlich zur Rückkehr zur gewohnten Normalität bei.

 


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Geprüfter Infektionsschutz für Hotels und Gastgewerbe

Die lang ersehnten Lockerungen und schrittweisen Öffnungen stellen Hotels und Gaststätten vor große Herausforderungen. Für die Gesundheit von Mitarbeitern und Gästen gibt es eine Vielzahl an Auflagen zu beachten. Wir unterstützen Sie gerne bei der Umsetzung. 

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