Vorhang auf: Friedrichstadt-Palast öffnet mit geprüftem Infektionsschutz

Es war eine lange kulturelle Pause. Nach fast 17 Monaten öffnete der Berliner Friedrichstadt-Palast Anfang August 2021 wieder seine Tore. TÜV Hessen hat Konzept und Maßnahmen zum Infektionsschutz geprüft: Auf der weltweit größten Theaterbühne und hinter den Kulissen.

(Quelle: iStock / killerbayer)

Im Sommer 2021 ist kollektives Aufatmen angesagt: Viele Betriebe und Einrichtungen öffnen ihre Türen wieder für die Öffentlichkeit. Mit geeigneten Hygienekonzepten werden auch Konzerte, Theatervorstellungen oder Ausstellungen wieder möglich. Der Neustart von Kunst und Kultur ist auch dringend nötig. Mit einem Umsatz von rund 130 Milliarden Euro und etwa 150 Millionen Mitarbeitern zählt die Veranstaltungsbranche nach eigenen Angaben zu den größten Wirtschaftsbereichen in Deutschland.

Der Berliner Friedrichstadt-Palast hat die Zwangspause genutzt, um eine ohnehin anstehende Renovierung der Raumluft- und Klimatechnischen Anlage zu realisieren. Die 2020 neu eingebaute Anlage schützt vor Ansammlung und Ausbreitung von Corona-Viren in der Raumluft. Schon vor der Pandemie war eine hohe Leistungsfähigkeit geplant. „Die Anlage tauscht alle acht Minuten die gesamte Luft im Saal komplett aus“, berichtet Intendant Berndt Schmidt. „Das fühlt sich an wie eine Open-Air-Veranstaltung, nur im Gebäude.“

 

Wirksamer Infektionsschutz

Mit dieser Leistungsfähigkeit ist die Lüftungsanlage ein wesentlicher Bestandteil des Hygienekonzepts. Der Clou sind die Schlitze an den Rückenlehnen der Sitze. „Die Anlage bläst von oben Frischluft ein und baut mit den Schlitzen eindeutige Luftbarrieren auf“, erklärt Sonja Sieger, Hygieneexpertin von TÜV Hessen. „Es kann keinen besseren Schutz in einem Innenraum geben, auch wenn man sich über längere Zeit am Platz aufhält.“ Für diese Lösung mussten die alten Sitze nicht einmal umgebaut werden, die Lüftungsschlitze waren bereits vorhanden.

Ein farblich markiertes Wegeplansystem leitet das Publikum sicher und kontaktlos zu den reservierten Plätzen. Der Einlass erfolgt über verschiedene Eingänge. Gäste erkennen anhand von Farben außerdem, welche Garderoben und Bars sie nutzen können. Zusätzlich gilt eine Maskenpflicht im Gebäude, mit Ausnahme von Sitzplätzen im Saal oder in der Gastronomie zugewiesenen Plätzen. Gäste müssen darüber hinaus 3-G-Nachweise erbringen, also dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind.

 

Detaillierte Prüfung

Um das Qualitätssiegel „Geprüfter Infektionsschutz COVID-19“ von TÜV Hessen zu erhalten, musste der Friedrichstadt-Palast mehr als hundert Anforderungen und Vorschriften erfüllen. Das gründliche und professionelle Vorgehen zahlt sich aus, bestätigt Sonja Sieger: „Gemeinsam mit einer externen Beraterin wurde ein ausgereiftes Hygienekonzept erstellt. Das war gut und richtig, so gab es für die definierten Maßnahmen gleich eine hohe Akzeptanz im Betrieb.“

Anschließend folgte die detaillierte Prüfung des Konzepts. Der umfangreiche Prüfkatalog basiert auf den zum Zeitpunkt der Prüfungen geltenden gesetzlichen Regelungen des Bundes und des Landes Berlin gemäß Infektionsschutzgesetz, geltender Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und den zutreffenden branchenspezifischen Anforderungen. Nach einer sorgfältigen Prüfung des Gesamtkonzeptes fand die Begehung vor Ort statt. Dabei prüfte Sonja Sieger nicht nur ob die Wege über drei Etagen farblich markiert sind, sondern blickte hinter die Kulissen und untersuchte beispielsweise auch die rückwärtigen Bereiche des Palasts wie beispielsweise Werkstätten oder Räume der Künstlerinnen und Künstler. Ein notweniger Aufwand, denn die Detailtiefe der Prüfung zeichnet das Qualitätssiegel aus.

Nach der umfassenden Prüfung konnte Sonja Sieger die Umsetzung eines vorbildlichen Hygienekonzeptes bestätigen. Der Friedrichstadt-Palast erfüllt sämtliche wesentlichen Anforderungen an den Infektionsschutz und ermöglicht Gästen damit einen sicheren Showbesuch. Das Konzept wird analog der Entwicklungen der Pandemie regelmäßig überprüft und wenn erforderlich an geltende Bestimmungen angepasst.

 


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