Infektionsschutz: Volltreffer für die Hygiene

In den vergangenen Monaten hatten Sportvereine unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie zu leiden. Viele Klubs mussten auf ihre Fans verzichten. Jetzt kehren die Zuschauer in die Hallen zurück. Wie ein sicheres Comeback nachweislich gelingen kann, zeigt Handball-Bundesligist MT Melsungen.

(Quelle: MT Melsungen)

Profisport ist ein überaus ertragreiches Geschäft. Im Schatten von König Fußball erwirtschaften zahlreiche Klubs Umsätze in Millionenhöhe. Die 18 Vereine der Handball-Bundesliga erwirtschafteten in der Saison 2018/2019 rund 105 Millionen Euro. Doch dann kam Corona und beendete die laufende Saison abrupt. Neben der enormen gesundheitlichen Gefahr gab es zusätzlich ein finanzielles Risiko für die Vereine. Die Verantwortlichen befürchteten bis zu 25 Millionen Euro Verluste.

Im Vergleich mit dem alles beherrschenden Fußball sind Zuschauereinnahmen ein fester Bestandteil jeder Finanzplanung im Handball. Beim Rekordmeister THW Kiel machen Zuschauererlöse etwa 40 Prozent des Jahresetats in zweistelliger Millionenhöhe aus. Mindestens 2.500 Zuschauer pro Heimspiel seien notwendig, um die Kosten für die Veranstaltung zu decken. Für kleinere Klubs sind zahlende Zuschauer sogar noch wichtiger, weil es weniger Sponsoren gibt und die Erlöse aus TV-Rechten auch relativ gering sind.

 

Erste Prüfung in leerer Halle

Bevor die Corona-Pandemie die Ränge leerfegte, kamen im Schnitt 5.000 Zuschauer pro Spiel in den Bundesliga-Hallen. Neben der finanziellen Bedeutung spricht die hohe Auslastung auch für die Attraktivität der Liga und die Bedeutung des Gemeinschaftserlebnisses auf den Tribünen. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als verständlich, dass die zahlreichen Profiklubs sehnsüchtig auf die Rückkehr ihrer Fans gewartet haben. Für Sportler ist ein mitfieberndes Publikum nach wie vor eine immense Motivation.

Bereits im Sommer 2020 veröffentlichte die Handball-Bundesliga deshalb einen für die gesamte Saison gültigen Leitfaden für Training- und Spielbetrieb. Dabei lag der Fokus auf dem sicheren Ablauf eines Handballspiels für die Mannschaften inklusive Trainerstab und Betreuer sowie die Schiedsrichter. Die Voraussetzungen für die Zulassung von Publikum zu den Spielen waren Gegenstand eines separaten Hygiene- und Sicherheitsleitfadens.

Auf dieser Grundlage entwickelte der hessische Bundesligist MT Melsungen ein umfassendes Hygienekonzept für seine Spiele in der heimischen Rothenbachhalle. Die Wirksamkeit des Konzepts prüfte TÜV Hessen bereits 2020. Hygieneexpertin Sonja Sieger überzeugte sich vor Ort bei einer Begehung von den zahlreichen Maßnahmen. Zur ersten Hälfte des Audits zählten unter anderem die Regelungen für den Zutritt zur Spielstätte und die und die Organisation der Maßnahmen zum Infektionsschutz und die wirksame Umsetzung in der Halle.

 

Zweite Halbzeit mit 2G-Modell

Im Spätsommer 2021 hat sich das Infektionsgeschehen verändert und Sportveranstaltungen vor Publikum sind unter besonderen Bedingungen wieder möglich. Mit dem 2G-Modell haben nur geimpfte und genesene Menschen Zugang zur Sporthalle – unter diesen Bedingungen sind die Kapazitätsbeschränkungen weitgehend ausgesetzt.

Beim 2G-Modell haben Veranstalter allerdings nach wie vor Pflichten, denen sie nachkommen müssen. „Die entscheidende Frage ist, wie genau werden die Nachweise kontrolliert“, erklärt Sonja Sieger. „Wenn kein ungeimpfter Mensch durchrutscht, ist dieses Modell sehr sicher. Damit steht und fällt das gesamte Konzept“. Die zweite Halbzeit der Prüfung fand deshalb während eines Ligaspiels statt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Kontrolle der Nachweise, dass alle Besucher entweder geimpft oder von der Erkrankung genesen waren. Die Corona-Schutzverordnung regelt in Hessen, welche Nachweise als solche anerkannt werden dürfen.

Das Ergebnis des Audits war ein Volltreffer. „Bei der MT Melsungen wird das 2G-Modell vorbildlich umgesetzt“, bilanziert Sonja Sieger. Neben den gründlichen Kontrollen überzeugte die Hygieneexpertin, dass auch während der Spieltage nicht sämtliche Hygieneregeln außer Kraft gesetzt sind. Selbst mit dem 2G-Modell gilt in Melsungen in sensiblen Bereichen weiterhin höchste Vorsicht – etwa beim Buffet im VIP-Bereich.

MT Melsungen-Vorstand Axel Geerken ist mit dem Resultat der Prüfungen ebenfalls mehr als zufrieden: „Mit dem Qualitätssiegel des TÜV Hessen weisen wir transparent nach, dass unser Konzept mit 2-G funktioniert. Damit bieten wir unseren Zuschauerinnen und Zuschauern ein sehr hohes Maß an Sicherheit in puncto Hygiene und Infektionsschutz. Als wir zum Heimspielstart im September die 2-G-Regelung eingeführt haben, waren wir als Ausrichter großer Publikumsevents in der Region noch Vorreiter. Die Entwicklung der letzten Monate bis hin zu den Regelungen, die inzwischen zum Beispiel auch in der Gastronomie und im Einzelhandel mehr und mehr Einzug halten, hat unser Vorgehen bestätigt. Wir freuen uns, dass dies nach anfänglicher Zurückhaltung auch immer mehr unserer Fans überzeugt hat. Sie wissen jetzt, wer zur MT kommt, kann Spitzensport unter sicheren Bedingungen genießen“ Mit dieser Gewissheit kann der Handball-Bundesligist sich wieder auf die sportliche Punktejagd konzentrieren.

 


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