Baulicher Brandschutz: Zertifikat belegt Engagement

In Gebäuden und Anlagen verhindert baulicher Brandschutz katastrophale Folgen für Mensch und Technik. Ein Zertifikat belegt das Engagement beim Bauunternehmen LEONHARD WEISS.

Wenn ein Feuer ausbricht, müssen Mensch, Umwelt und Werte vor Schäden geschützt sein. Vorbeugender Brandschutz ist deshalb essenziell, sowohl bei Planung und Organisation als auch bei der baulichen Umsetzung. Dabei gibt es viele Aspekte zu berücksichtigen – von den verwendeten Baustoffen und Bauteilen über die Notfallpläne bis zu den Brandmeldeanlagen sowie den Löschsystemen. 

 

Theorie und Praxis

Auf dem Papier gibt es hohe Brandschutz-Standards, bei der praktischen Umsetzung besteht jedoch häufig Nachholbedarf. Die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis ist beim baulichen Brandschutz ein grundsätzliches Problem. Wie hohe Brandschutz-Standards in einem Unternehmen in der Praxis funktionieren, zeigt der Bereich „Generalunternehmer Netzbau“ der LEONHARD WEISS- Gruppe.

Dieser beschäftigt sich mit der Realisierung von Eisenbahninfrastrukturprojekten etwa von Stellwerken, Tunnelausrüstung oder Bahnhöfen in Neubauten, aber insbesondere auch bei der Modernisierung von Bestandsanlagen. Bei diesen Aufgaben spielt Brandschutz eine große Rolle und es gibt viel Bedarf. Verantwortlich für das Engagement von LEONHARD WEISS ist der Brandschutz-Sachverständige Andreas Sonnenschein. Er hat in den vergangenen Jahren passgenaue Brandschutzkonzepte geplant und sie in seinem Bereich etabliert. Das Spektrum der Maßnahmen reichte von Schulungen für die Mitarbeiter bis zur Kooperation mit ausgewählten Lieferanten mit einem ebenso hohen Brandschutz-Standard.

 

Herausforderung Netzbau

Beim Netzbau wird die Umsetzung theoretischer Lösungen schnell zu einer großen Aufgabe, denn Standardfälle sind überaus selten. „Installationen aus dem Katalog funktionieren für uns nicht“, bestätigt Andreas Sonnenschein. „Wir stehen jeden Tag vor der Aufgabe, individuell zugeschnittene Lösungen zu erarbeiten.“ Das ist eine Herausforderung, weil die einzelnen Gewerke häufig nur ihre eigenen Aufgaben erledigen und nicht mit anderen Bereichen kommunizieren.

Spätestens beim Brandschutz wird dieses Vorgehen jedoch zu einem Problem, denn hier kommen viele unterschiedliche Parameter zusammen. Beispiel Bahn: In Tunneln werden die Sachverständigen mit Feuchtigkeit konfrontiert – oder dem Druck von fahrenden Zügen. Ein ganzheitliches Konzept muss diese Einflüsse berücksichtigen. Der Altbestand bei der Infrastruktur macht diese Aufgabe nicht einfacher. Häufig ist unklar, ob etwa einzelne Kabel noch vorhanden sein müssen oder zurückgebaut werden können.

 

Zertifizierung des hohen Standards

Nachdem das hohes Brandschutzniveau bei LEONHARD WEISS etabliert wurde, wollte das Unternehmen eine Bestätigung des Engagements von einem unabhängigen Experten. „Als wir alle Maßnahmen wie geplant realisiert hatten, kam schnell der Gedanke auf, ob wir unser Engagement nicht zertifizieren lassen könnten“, erklärt Andreas Sonnenschein. Mit TÜV Hessen war schnell der richtige Ansprechpartner gefunden, um die Idee in die Tat umzusetzen. Der Clou: Neben einer Dokumentenprüfung sollte der Brandschutz auch praktisch untersucht werden.

Das Audit als administrativer Teil der Zertifizierung übernahm Marcus Fertig von TÜV Hessen. Der erfahrene Qualitätsmanagements-Auditor prüfte anhand der umfassenden Dokumente, ob alle notwendigen Anforderungen vom Brandschutzkonzept erfüllt wurden, etwa beim Leistungsumfang, Wissensmanagement oder dem internen Kontrollsystem.

Anschließend folgte eine Begutachtung von erbrachten brandschutztechnischen Dienstleistungen. Ralf Höhmann, Brandschutz-Sachverständiger von TÜV Hessen, prüfte an fünf verschiedenen Baustellen die geplanten beziehungsweise realisierten Lösungen. Sowohl theoretisch als auch praktisch konnten die Lösungen von LEONHARD WEISS überzeugen. Die Unterlagen waren vorbildlich und vollständig vorhanden und entsprachen den aktuell gültigen brandschutzrechtlichen Vorschriften. Bei der Begehung der Baustellen konnte Andreas Sonnenschein dennoch einige Hinweise mitnehmen, um seine Lösungen künftig weiter zu optimieren. Nichtsdestotrotz überzeugte auch die fachliche Ausführung der besichtigten Brandschutzmaßnahmen. Die Ausführung erfolgte gemäß den Vorhanden und entsprechend den aktuellen bauaufsichtlichen Zulassungen.

 

Zertifikat zeigt Wirkung

Nach den umfassenden Prüfungen erhielt der Geschäftsbereich „Generalunternehmer Netzbau“ der LEONHARD WEISS-Gruppe das TÜV PROFiCERT plus-Zertifikat „Geprüfter Baulicher Brandschutz“. Es ist drei Jahre gültig und muss jedes Jahr mit einem Überwachungsaudit in geringerem Umfang bestätigt werden. Die ersten Resultate sind für LEONHARD WEISS bereits spürbar: Intern hat das Zertifikat eine enorme Strahlkraft. Kunden und Interessenten würdigen den Nachweis ebenfalls – die Zahl der Anfragen hat deutlich zugenommen.

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