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Dekarbonisierung: Mit Transparenz Greenwashing entgegenwirken

Unternehmen investieren zunehmend in den Klimaschutz. Das Engagement sollte nachweisbar sein, um seine volle Wirkung zu entfalten. Denn für Produzenten werden niedrige CO2-Emissionen zum Wettbewerbsvorteil – sofern die Investitionen in die Nachhaltigkeit profitabel und Teil der Unternehmensphilosophie sind.

(Quelle: iStock / metamorworks)

Mit dem Klimawandel stehen Unternehmen und die öffentliche Hand vor einer großen Herausforderung. Einerseits müssen Sie wettbewerbsfähig bleiben, um am Markt bestehen zu können – andererseits haben sie die Aufgabe, ihre Emissionen deutlich zu senken. Das Engagement für ressourcenschonende Verfahren und Prozesse ist gleichzeitig eine Investition in die eigene Zukunft. Eine wissenschaftliche Untersuchung von Doktorandin Laima Eicke und Professor Andreas Goldthau hat ergeben, dass die zielstrebige Umstellung auf Erneuerbare Energien die wirtschaftliche Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit fördert.

 

Energiewende transformiert die Industrie

Von der Chemieindustrie über die Stahl- und Metallherstellung bis zur Baubranche: Unzählige produzierende Unternehmen mit langer Geschichte stehen vor der Herausforderung, CO2-Emissionen zu reduzieren und auf Erneuerbare Energien zu setzen. Der häufig verwendete Begriff „Dekarbonisierung“ bedeutet sehr viel mehr, als ausgewählte Prozesse zu optimieren. Eine transformierte Produktion setzt auf Maschinen und Anlagen, die deutlich weniger Kohlendioxid verbrauchen. Der Bedarf nach funktionierenden Lösungen ist in der Industrie branchenübergreifend spürbar – etwa während die Messe DecarbXpo, dem Branchentreff zu allen Fragen rund um Dekarbonisierung. Auch die Handelsblatt Jahrestagung "Dekarbonsisierung in der Industrie 2022" widmet sich der Suche nach Lösungen.

Viele Optionen sind auf den ersten Blick teuer, etwa neues Equipment, dass sich amortisieren muss. Umso umfangreicher wird die Planung und Absicherung der Dekarbonisierung und damit die Notwendigkeit neue Produktlinien zu etablieren. Denn neben der Produktion sind auch die Entwicklung neuer Produkte oder die Emissionen von Rechenzentren zu von der Transformation betroffen. Bei ihren Aktivitäten sind Betriebe zudem nicht von politischen Entwicklungen abhängig. Sie können schon heute auf erneuerbare Energien setzen, um klimaneutral zu wirtschaften. „Investitionen in die Dekarbonisierung müssen sich auszahlen“, bestätigt Thore Lapp, Leiter Business Development von TÜV Hessen und Executive Vice President Green Energy & Sustainability der TÜV SÜD AG. „Wenn Betriebe weniger CO2-Emissionen verursachen, erhalten sie häufiger den Vorzug bei Ausschreibungen oder werden ohne DekarbonisierungssStrategie erst gar nicht zugelassen.“

 

Dekarbonisierung reduziert Emissionen

Ziel jeglicher Aktivitäten ist der Verzicht auf Energieträger, die Kohlendioxid verursachen. Klimaneutrale Unternehmen setzen vielmehr auf erneuerbare Energien und Wasserstoff. Allerdings sollte die Nutzung nachweisbar sein, um glaubhaft zu wirken und profitabel zu bleiben. Eine Photovoltaikanlage ist zum Beispiel nicht immer der wirtschaftlichste Weg der Dekarbonisierung.

Derzeit sind viele Betriebe zudem noch nicht transparent genug, wenn es um ihre Dekarbonisierung geht, was mitunter auch an der fehlenden Strategie liegt. Zahlreiche Berichte heben das Engagement für Umwelt und Klima hervor, doch ohne unabhängige Belege können sie jederzeit als „Greenwashing“ ausgelegt werden. Der Einsatz von erneuerbaren Energien, um die CO2-Emissionen dauerhaft zu reduzieren, benötigt ein unabhängiges Siegel – auch um an sämtliche Stakeholder ein klares und deutliches Signal zu senden.

Für viele Unternehmen sind die ersten Schritte auf dem Weg zur Dekarbonisierung allerdings unklar. Gängige Methoden sind die Ermittlung des Carbon Footprint gemäß ISO 14067 oder der Ökobilanz nach ISO 14040 und ISO 14044. „Um strukturiert vorgehen zu können, sollte allerdings der Ist-Zustand ermittelt werden“, empfiehlt Thore Lapp. „Erst dann sind belastbare Aussagen zur Energienutzung und der verursachten CO2-Emissionen möglich.“ Nachdem der Status-Quo feststeht, erfolgt eine Validierung der erhobenen Daten, um das Einsparpotenzial einzelner Maßnahmen zu analysieren und die zukünftigen CO2-Emissionen zu prognostizieren, zuvor wird dafür der IST-Zustand verifiziert.


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