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EUGAL-Pipeline: Mit Sicherheit mehr Energie

Es ist ein Projekt mit gewaltigen Dimensionen. Die neue Pipeline EUGAL (europäische Gasanbindungsleitung) verläuft auf 480 Kilometern quer durch Ostdeutschland. TÜV Hessen koordiniert die Bauüberwachung.

Der Klimawandel ist weltweit eine zentrale Herausforderung. Aber der Wechsel von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien gelingt nicht über Nacht. Auch während des Übergangs muss die Versorgung von Industrie und Privathaushalten gesichert sein. Erdgas nimmt bei dieser Transformation eine bedeutende Rolle ein. Deshalb entsteht derzeit an der deutschen Grenze zu Polen eine neue Pipeline, um die Versorgung zu gewährleisten. Die Ferngasleitung EUGAL führt von der Ostsee durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen.

Nach der Inbetriebnahme sollen jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas durch die Leitungen strömen. Dafür werden mehr als 47.000 Rohre verlegt und miteinander verschweißt. Die Rohre sind etwa 18 Meter lang und 15 Tonnen schwer, ihr Durchmesser beträgt 1,40 Meter. Im Herbst 2018 wurde mit den ersten Bauarbeiten begonnen. Bereits Ende 2019 soll der erste von zwei Leitungssträngen fertiggestellt sein.

 

Station in Brandenburg

Um den Fortschritt an der Pipeline vor Ort zu kontrollieren, fand am 24. Mai 2019 fand in der neuen Verdichterstation Radeland 2 in Brandenburg eine Besprechung des EUGAL-Projektteams statt. Dazu zählten neben den Sachverständigen nach Gashochdruckleitungsverordnung von TÜV Hessen auch Mitarbeiter der TÜV Süd Industrie Service GmbH und der TÜV SÜD Landesgesellschaft Österreich GmbH. Im Anschluss an das Meeting konnte das Projektteam sich auf der Baustelle einen Überblick verschaffen.

Über den Stand der Bauarbeiten informieren sich in Brandenburg zudem TÜV Hessen-Geschäftsführer Henning Stricker und Karlheinz Russ, Leiter des Geschäftsbereichs Industrie Service. Zusätzlich waren auch Thomas Penzlin, Geschäftsfeldleiter Anlagensicherheit, und Reiner Richter, die das Projekt leiten, vor Ort. Auch die kaufmännische und technische Projektleitung war mit Sandra Marställer-Gundlach und Detlev Mempel vertreten.

 

Prüfen und Überwachen

Mit dem großen Projektumfang sind zahlreiche und vielfältige Aufgaben verbunden. So dürfen die Schweißnähte beispielsweise nur von qualifizierten Fachkräften angefertigt werden. „Mit unserer Fachkompetenz garantieren wir, dass die technischen Standards eingehalten werden“, sagt Thomas Penzlin. „Dafür werden die Schweißer u.a. in Italien oder auf der Baustelle überprüft“. Die Schweißnähte werden anschließend im Werkstoffprüflabor von TÜV Hessen untersucht.

Nach dem Abschluss der Bauarbeiten wird die Leitung einem Stresstest unterzogen. Zur Druckprüfung werden mehr als 10.000 Kubikmeter Wasser durch die verschweißten Rohre gepumpt. Anschließend kann die Pipeline ihren Betrieb aufnehmen. Auf die Prüfer wartet dann bereits das nächste spannende Projekt.

Pipeline

Pipelines müssen vor Inbetriebnahme und danach wiederkehrende regelmäßig geprüft werden. Wir führen diese Prüfungen für Sie durch und kontrollieren die dazugehörigen Einrichtungen wie Verdichter, Mess- und Regeleinrichtungen im öffentlichen Versorgungsnetz.

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AGP-Adressenabgleich FERNLEITUNGS-BETRIEBSGESELLSCHAFT MBH 15. August 2019 11:09

Sehr geehrte Damen und Herren, wir die Fernleitungs-Betriebsgesellschaft mbH, sind mit dem Betrieb der Nato-Fernleitung in Deutschland von der Bundeswehr beauftragt, mit der Erfüllung dieser Aufgabe erstellen wir den Alarm-Gefahrenabwehr-Plan (AGP), dieser soll Ihnen in Zukunft Online zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund führe ich nun einen Adressenabgleich durch. Die uns von Ihnen vorliegenden Daten lauten: Empfänger: TÜV Hessen Abteilung: Industrie Service Ansprechpartner: Hr. Koch Adresse: Rüdesheimer Straße 119 PLZ: 64285 Ort: Darmstadt Tel.: 06151 600 650 E-Mail: Bitte geben Sie mir eine Rückmeldung, ob die Daten so stimmen oder geben Sie mir bitte die richtigen Daten an. Wir bedanken uns für Ihre Mitarbeit. Kontakt bitte über meine unten angegebene E-Mail-Adresse Gruß Volker Paetzold FERNLEITUNGS-BETRIEBSGESELLSCHAFT MBH Zentralservice Löbestrasse 1, 53173 Bonn Tel.: +49 (228) 838-112 (Fax: -117) Volker.Paetzold@fbg.de Vorsitzende des Aufsichtsrats: Ministerialrätin Imke von Bornstaedt-Küpper Geschäftsführer: Ministerialrat Dipl.-Ing. Horst Saal Sitz der Gesellschaft: Bonn, Eingetragen beim Amtsgericht Bonn HRB Broschüre 60 Jahre FBG