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Arbeitspsychologie: Wenn Homeoffice zur Herausforderung wird

Arbeiten am heimischen Schreibtisch wird immer häufiger zum Standard. Viele Menschen wechseln ins Homeoffice, um sich nicht mit dem Corona-Virus anzustecken. Doch die Arbeit in den eigenen vier Wänden kann auch zur Belastung werden.

(Fotolia / Gina Sanders)

Ein Virus verändert die Arbeitswelt. Noch vor kurzer Zeit dachte man dabei an einen IT-Schädling. Aber mit der Pandemie COVID-19 entsteht zumindest kurzfristig ein anderer Arbeitsalltag. Wer kann, arbeitet in der eigenen Wohnung, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Diese Form der Arbeit ist aber nicht ohne Risiko.

Im Herbst 2019 ergab eine Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK*, dass Homeoffice die Psyche stark belasten kann. Die Heimarbeiter fühlten sich häufiger erschöpft oder waren nervöser und stärker gereizt als ihre Kollegen, die im Büro anwesend waren. Die drohende gesundheitliche Gefahr von COVID-19 erhöht die Belastung. Denn eine Quarantäne oder die häusliche Isolation ist eine für die Psyche unbekannte Ausnahmesituation.

Die folgenden Tipps erleichtern das Arbeiten im Homeoffice:

  • Strukturen geben Sicherheit. Die täglichen Vorbereitungen für das Büro sollten weiter beibehalten werden. Feste Essens-, Schlafens-, Arbeits- oder Lernzeiten helfen dabei, die eigenen Tagesstruktur der aktuellen Situation anzupassen.
  • Gute Planung ermöglicht effizientes Arbeiten. Geplante Aktivitäten beugen Kontrollverlust und Hilflosigkeit wirkungsvoll vor. So erhält man das Gefühl, einer Situation nicht hilflos ausgeliefert zu sein, sondern diese noch aktiv gestalten zu können.
  • Ressourcen helfen, Krisensituationen in jeder Beziehung zu meistern. In den inneren Ressourcen sind alle positiven Erfahrungen eines Lebens gebündelt. Jedes gelöste Problem, alle Stärken und Talente sind Kraftquellen, die man aktivieren kann.
  • Bewegung sorgt für Abwechslung. Sport und Bewegung haben einen positiven Effekt auf die Psyche. Dank Online-Tutorials und virtuellen Trainingsprogrammen ist Sport auch in den eigenen vier Wänden abwechslungsreich. Es muss ja nicht gleich im Marathon auf dem eigenen Balkon enden.
  • Soziale Kontakte sollten gepflegt werden. Eine Quarantäne ist häufig nur eine physische Distanzierung. Das Internet erlaubt uns, mit Familie, Freunden und Verwandten in Kontakt zu bleiben. Chats und Videotelefonie sind ideal, um auch über große Entfernung positive Erlebnisse zu teilen. Denn sharing is caring!

 

Übrigens: In einer akuten seelischen Krise erhalten Menschen rund um die Uhr telefonisch unter 0800-1110-111 sowie 0800-1110-222 Hilfe und Beistand.


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