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Arbeitsmedizin: Gesund bleiben im Homeoffice

Mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat das Homeoffice enorm an Bedeutung gewonnen. Die digitale Vernetzung erleichtert ortsunabhängiges Arbeiten. Bei der ergonomischen Ausstattung der heimischen Arbeitszimmer gibt es dagegen häufig Nachholbedarf.

(Quelle: iStock / krblokhin)

Für viele Arbeitnehmer bedeutete die Corona-Krise den schnellen Wechsel vom Büroschreibtisch zum Homeoffice. Im Idealfall wartete dort bereits ein gut ausgestattetes Arbeitszimmer mit Schreibtisch, Bürostuhl sowie einem PC mit Bildschirm und getrennter Tastatur. Dieser Luxus findet sich allerdings nicht in jeder Wohnung. Nicht selten besteht das Homeoffice aus Küchentisch, einem einfachen Stuhl und einem Laptop – eine Kombination, die eine ergonomisch optimale Haltung nur schwer möglich macht. Die Folge können Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Verspannungen sein.

 

Genügend Raum schaffen und richtig Sitzen

Aber es gibt Hoffnung: Schon mit wenig Aufwand kann das Homeoffice ergonomisch besser eingerichtet werden. Es beginnt mit der Arbeitsfläche. Ob Küchen- oder Wohnzimmertisch spielt dabei keine Rolle. Viel wichtiger ist vielmehr ein fester Arbeitsplatz mit ausreichend Raum für alle benötigten Utensilien.

Ein Faktor, der Haltungsschäden vermeidet, ist das richtige Sitzen. Um eine gute Position zu finden, setzen Sie sich bequem auf den Stuhl und lassen die Arme entspannt herabhängen. Beim Arbeiten bilden Ober- und Unterarm anschließend einen rechten Winkel. In Höhe dieser Verlängerung sollte die Tastatur liegen.  Ist der Tisch zu hoch, kann das zu Verspannungen im Schulterbereich führen. Ein Kissen auf dem Stuhl sorgt eventuell bereits für Abhilfe. Der Bildschirm sollte dabei etwa eine Armlänge entfernt sein.

Weiter ist der richtige Blickwinkel gefragt. Ein zu hoch eingestellter Bildschirm sorgt für einen überstreckten Kopf. Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich können die Folge sein. Um die richtige Position zu finden, nimmt man wieder eine bequeme Haltung auf dem Stuhl ein und schließt die Augen. Dabei natürlich nicht einschlafen – eher sollte versucht werden für einige Sekunden Kopf und Augen zu entspannen. Nach dem Öffnen der Augen wird der Blickwinkel nicht verändert – mit dem Ergebnis, dass man nun schräg nach unten schaut. Und das ist auch richtig so!

 

Lichtverhältnisse optimieren und Augen nicht zu sehr belasten

Für Bildschirmarbeitsplätze wird natürliches Tageslicht empfohlen. Doch es reicht nicht, einfach die Jalousie hochzufahren. Erst die richtige Platzierung von Arbeitstisch und Bildschirm sorgen für gute Lichtverhältnisse im Homeoffice und damit auch für weniger Stress für die Augen. Deshalb sollte sich das Fenster seitlich vom Bildschirm befinden. Beim Schreiben sollte zudem kein Schatten auf die Tastatur fallen.

Um auch im Homeoffice möglichst augenschonend zu arbeiten, sind regelmäßig kleine Bildschirmpausen wichtig. Das entspannt die Augen. Und am Ende der Bildschirmarbeit sollte mit einem bewussten Schließen der Augen die Hornhaut gut benetzt werden, dann kann sich das Flüssigkeitssystem des Auges auch besser regenerieren.

 

Bewegung im Homeoffice

Auch zuhause am Schreibtisch– wie im Büro auch – besteht die Gefahr, sich nicht ausreichend zu bewegen. Daher sollte zumindest die Sitzposition häufiger mal gewechselt werden (dynamisches Sitzen). So kann man Verspannungen und den daraus resultierenden Folgen entgegenwirken. Weil die Wege zu Meetings oder den Kolleg*innen in den Nachbarbüros entfällt, ist Ersatz gefragt. Im Homeoffice können zum Beispiel Telefonate auch während eines Spaziergangs durch die Wohnung erledigt werden oder Dokumente im Stehen gelesen werden.

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