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Homeoffice 2022: Gesundheit und Organisation

Nach fast zwei Jahren Pandemie haben unzählige Unternehmen ihre Erfahrungen mit der Arbeit im Homeoffice gemacht. Der Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden hat Vor- und Nachteile: Mit der gewonnenen Flexibilität gehen gesundheitliche Risiken einher.

Quelle: (iStock / mapodile)

Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Vor allem viele Bürotätigkeiten werden am heimischen Schreib- oder Küchentisch erledigt. Damit das Arbeiten in den eigenen vier Wänden funktioniert, gibt es einiges zu beachten. Disziplin und Motivation sind Grundvoraussetzungen – Bewegung und Pausen sollten eingeplant werden. Der konstante Austausch mit dem Team darf nicht vernachlässigt werden.

Unternehmen haben darüber hinaus sowohl Arbeits- als auch Gesundheitsschutz bei Nutzung des Homeoffice im Blick. Aus gutem Grund. Denn Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will das Arbeiten in den eigenen vier Wänden auch über die Pandemie hinaus etablieren. „Ich bin dafür, dass wir aus dem coronabedingten ungeplanten Großversuch zum Homeoffice grundlegende Konsequenzen für die Arbeitswelt ziehen“, sagte Hubertus Heil im Gespräch mit der deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig dürfen die Gesundheitsrisiken aber nicht aus dem Blick verschwinden, sondern müssen von Betrieben und Mitarbeitern bei der Organisation des mobilen Arbeitens berücksichtigt werden.

Tipps für erfolgreiches Homeoffice

Für Arbeitgeber kann Homeoffice auch einen Kontrollverlust bedeuten. Wie produktiv die Mitarbeiter ihre Zeit verbringen, haben sie nicht mehr direkt im Blick – ebenso wenig wie die Arbeitskleidung. Bei Videokonferenzen wirken Hemden und Blusen unverdächtig. Doch unter den Tischplatten können bereits Jogginghosen dominieren. Was für Modeschöpfer Karl Lagerfeld den Verlust der Kontrolle über das Leben bedeutete, muss allerdings keine Auswirkungen auf die Arbeitsergebnisse haben. Folgende Tipps helfen dabei, das Homeoffice rundum erfolgreich zu gestalten.

1. Organisation: Morgens mit dem ersten Kaffee die Mails checken? Oder schon in bequemer Jogginghose einfach loslegen? Im Homeoffice kein Problem. Doch damit verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeitsplatz und dem Privatleben. Dabei ist eine strukturierte Organisation die Basis des mobilen Arbeitens. Denn in den eigenen vier Wänden gibt es noch weitere Aufgaben und Ablenkungsfaktoren. Um Stress zu vermeiden sollten Beginn und Ende des Arbeitstags festgelegt sowie Pausen eingeplant werden. Fest definierte Ziele und Zeitvorgaben geben zusätzlich Struktur.

2. Erreichbarkeit: Beim mobilen Arbeiten ist Kommunikation wichtiger als jemals zuvor. Während der Arbeitszeit sollten Telefon und eingehende E-Mails hörbar sein. Mit Kollegen sollte man zudem Chats und Videotools zur persönlichen Abstimmung nutzen – auch außerhalb von offiziellen Meetings. So entsteht auch über räumliche Grenzen hinweg ein Teamspirit und ein Ersatz für die sozialen Kontakte im Büro. Es soll Mitarbeiter geben, die sich auf diese Weise an die Bürokleiderordnung erinnern.

3. Arbeitsplatz: Viele Mitarbeiter haben einen festen Schreibtisch in einem Bürogebäude. Doch im Homeoffice gibt es viele kreative Arbeitsmöglichkeiten. Häufig wird der Esstisch umfunktioniert, selbst in der Mittagspause. Dabei ist das mobile Arbeiten mit einem Platz in einem abgetrennten Raum viel produktiver. An einem festen Platz kann man sich besser konzentrieren – und Arbeit und Freizeit einfacher trennen, auch optisch.

4. Haltung: In vielen Bürogebäuden befinden sich ergonomische Stühle und höhenverstellbare Tische. Mit dieser Ausstattung werden Rückenschmerzen oder Haltungsschäden vermieden. Mobiles Arbeiten an dafür nicht optimierten Tischen kann langfristig der Gesundheit schaden. Das wirkt sich zusätzlich auf die Leistungsfähigkeit aus. Schon wenige Details können einen großen Unterschied machen, etwa bei der Körperhaltung. Eine aufrechte und entspannte Sitzposition ist optimal. Tisch und Stuhl haben die richtige Höhe, wenn beim Auflegen der Unterarme auf den Tisch ein rechter Winkel von Unterarm zu Oberarm entsteht. Darüber hinaus sollte Mindestabstand von den Augen zum Bildschirm zwischen 50 und 70 Zentimeter betragen. Die richtige Beleuchtung schont zusätzlich die Sehkraft. Eine ausreichende helle Beleuchtung entlastet die Augen erheblich.

My home is my office

Je mehr die Arbeit im Homeoffice einem Büro-Alltag ähnelt, umso erfolgreicher werden die anfallenden Aufgaben erledigt. Umso wichtiger ist ein büroähnlicher Tagesablauf: von der Kleidung über die Organisation bis zur Ergonomie. Denn dauerhaftes mobiles Arbeiten ist eine Herausforderung für Geist und Körper. 

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