Klimawandel: Mit System gegen die Krise

Der Klimaschutz hat für Unternehmen mittlerweile eine hohe Priorität. Umwelt- und Energiemanagementsysteme unterstützen dabei, nachhaltig zu wirtschaften.

(Quelle: iStock / Rocky89)

Mit dem fortschreitenden Klimawandel verändern sich die Anforderungen an Unternehmen. Vielerorts steht nachhaltiges Wirtschaften daher auf der Agenda ganz oben. Hinzu kommt ein an die neue Realität angepasstes Risikomanagement, das Wetter und Klimafaktoren berücksichtigt. Damit die verschiedenen Aktivitäten einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig glaubwürdig sind, ist ein systematisches Vorgehen gefragt.

Doch was bedeutet nachhaltiges Wirtschaften im Alltag? Das Spektrum innerhalb eines Unternehmens ist breit und alle Mitarbeitenden sind davon betroffen. Etwa beim Flottenmanagement oder der Beschaffung von Verbrauchsmaterial. Auch die Arbeit verändert sich. Längst wird der Abfall auch in Büros sorgfältig getrennt und nicht mehr jedes Dokument oder jede Vorlage ausgedruckt. Darüber hinaus ist es mittlerweile Standard, die Geräte abends abzuschalten und nicht im Standby-Modus weiterlaufen zu lassen.

 

Wie nachhaltig darf es sein?

Um die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf das Klima zu bewerten, benötigen Unternehmen zahlreiche Daten und Informationen zu ihren Produkten und Prozessen. Weil viele Faktoren erst an anderen Stellen der Lieferkette oder der Produktlebensdauer sichtbar werden, ist eine umfassende Bewertung gefragt, die auch Material- und Energieverbräuche oder Emissionen von Energieträgern berücksichtigt.

Bei der Etablierung von Veränderungen im Arbeitsalltag sind Managementsysteme eine wesentliche Unterstützung. Sie strukturieren die Maßnahmen und fördern die Qualität der vorhandenen Informationen. Daraus entsteht eine vorausschauende Planung als Basis des proaktiven Handelns. Ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 ermöglicht nachhaltigere Prozesse in einem Unternehmen, indem es beispielsweise den Verbrauch von Ressourcen oder Emissionen erfasst. Hinzu kommen die Bewertung von Lieferketten oder das Verhalten der Mitarbeitenden. Ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 ergänzt das nachhaltigere Wirtschaften um interne Prozesse zur Verbesserung der Energieeffizienz.

 

Einführung und Weiterentwicklung

Vor der Einführung eines Umwelt- oder Energiemanagementsystems empfiehlt sich eine erste Untersuchung des Betriebs. Aus den Beobachtungen und Analysen werden Umfang und Ziele abgeleitet, bevor eine ausgiebige Bestandsanalyse die Handlungsfelder aufzeigt – inklusive Priorisierung. Anschließend wird die Prozesslandschaft auf die jeweilige Norm abgestimmt. Mit Qualitätskontrollen und internen Audits bereitet sich das Unternehmen anschließend auf das offizielle Zertifizierungsverfahren vor.

Bei der Einführung eines neuen Managementsystems profitieren Unternehmen von der High-Level-Structure. Diese gibt einen einheitlichen Aufbau für die ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001 und ISO 45001 vor und erleichtert damit die gleichzeitige Anwendung der einzelnen Normen in einem integrierten Managementsystem. Einheitliche Strukturen und fest definierte Begriffe vereinfachen zudem die Implementierung und die Pflege der einzelnen Systeme. Außerdem lässt sich der vorgegebene Plan-Do-Check-Act-Zyklus auf alle Prozesse anwenden. So entsteht eine Basis für kontinuierlich optimiertes und nachhaltiges Wirtschaften.

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