2025 war ein intensives Jahr für alle Menschen, die sich beruflich mit Führerscheinen beschäftigen. Fahrlehrende und Fahrprüfende bildeten so viele Prüflinge aus wie niemals zuvor. Die Zahlen zeigen die Bedeutung einer soliden Vorbereitung für einen erfolgreichen ersten Prüfungsversuch.

Neuer Prüfungsrekord

Wer 2025 eine Fahrerlaubnis machen wollte, war nicht allein. Bundesweit wurden rund 2,04 Millionen Theorieprüfungen abgelegt, also gut 33.000 mehr als im Jahr davor. Bei den praktischen Prüfungen lag der Anstieg sogar noch höher. Etwa 1,89 Millionen Fahrprüfungen fanden statt. Besonders beliebt blieb die Pkw-Fahrerlaubnis. 

Auch in Hessen war 2025 viel Betrieb. Insgesamt wurden dort 147.570 Theorieprüfungen durchgeführt und 133.218 praktische Prüfungen. Die Durchfallquote in der Theorie lag bei 36,8 Prozent. Zwar ein Rückgang um 0,4 Prozent, doch insgesamt bleibt das Niveau weiterhin hoch. In der Praxis scheiterten 28,4 Prozent der Prüflinge. Das bedeutet einen leichten Anstieg um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Junge Prüflinge schneiden deutlich besser ab

Die Zahlen verdeutlichen, wie unterschiedlich die Prüflinge ihre Vorbereitung meistern. Viele schaffen die Prüfung zügig, während andere mehr Anläufe benötigen und stärker belastet sind.

Bundesweit zeigt sich ein klarer Vorteil für die jüngsten Fahrschülerinnen und Fahrschüler. Wer jünger als 18 Jahre alt war, bestand deutlich häufiger. In der Theorie lag die Durchfallquote in dieser Gruppe bei 35 Prozent. In der praktischen Prüfung fiel nur etwa jede vierte Person durch. Die Ursache ist relativ einfach erklärt: Junge Menschen, die beim Begleiteten Fahren mit 17 starten, bringen oft hohe Motivation mit. Zudem sind sie aus Schule oder Ausbildung an regelmäßiges Lernen gewöhnt. 

Viele Prüflinge bestehen beim ersten Versuch

Auch wenn die Gesamtdaten ernüchternd wirken: Die Mehrheit schafft die Prüfung beim ersten Mal. Rund 63 Prozent der Prüflinge in den Pkw-Klassen bestanden die Theorie direkt, in der Praxis waren es 65 Prozent. Nichtsdestotrotz prägen Wiederholungsprüfungen den Alltag der Prüfstellen immer stärker. Fast jede dritte praktische Prüfung war ein zweiter Versuch. In der Theorie gab es sogar noch mehr Wiederholungen.

In Wiederholungsprüfungen sind die Erfolgschancen deutlich geringer. Viele haben im zweiten oder dritten Versuch größere Schwierigkeiten. Hier zeigt sich erneut: Wer sich gut vorbereitet, erspart sich oft viel Aufwand.

Warum eine gute Ausbildung wichtig bleibt

Trotz der hohen Prüfungszahlen zeigt ein Blick auf die Unfallstatistiken, wie wirksam die Ausbildung insgesamt ist. Die Zahl der tödlich verunglückten 18- bis 25-jährigen ist seit 2005 stark gesunken. Auch Unfälle mit Personenschäden, bei denen junge Menschen hinter dem Steuer saßen, gehen seit Jahren zurück.