Ultraschallimmissionen entstehen durch den Einsatz von Ultraschallgeräten und können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Die häufigsten Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Druckgefühl auf den Ohren. Gehörschädigende Wirkungen können nach aktuellem Erkenntnisstand nicht ausgeschlossen werden.
Vorgegebene Richtwerte
Eine der größten Herausforderungen bei der Beurteilung der Ultraschallbelastung am Arbeitsplatz ist die mangelnde Wahrnehmung der Schallquellen. Ultraschall ist für den Menschen nicht hörbar, deshalb sind Mitarbeitende sich möglicherweise gar nicht bewusst, dass sie schädlichen Immissionen ausgesetzt sind. Pascal Sames, Sachverständiger bei TÜV Hessen betont: „Damit Unternehmen feststellen könne, wie hoch die Belastung am Arbeitsplatz ist, sollten Ultraschallmessungen durchgeführt werden. Anschließend folgen konkrete Schritte zur Reduzierung des Risikos.“
Die Messungen von Prüfgesellschaften umfassen in der Regel die Bestimmung der Schalldruckpegel an verschiedenen Arbeitsplätzen im Umfeld der Ultraschallquelle. Darüber hinaus können sie die Expositionsdauer berücksichtigen, um das individuelle Risiko zu bewerten. Basierend auf den Messergebnissen entstehen Empfehlungen, um das Risiko für die Gesundheit der Mitarbeitenden zu verringern, etwa das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung oder die Einrichtung von Schallschutzkabinen.
Messungen fördern Sicherheit
Die Einhaltung der Richtwerte für Ultraschallimmissionen am Arbeitsplatz ist von entscheidender Bedeutung, um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen. Die VDI-Norm 3766:2012-09 enthält beispielsweise konkrete Vorgaben zur Erfassung, Bewertung und Beurteilung von luftgeleitetem Ultraschall an Arbeitsplätzen und wird durch zusätzliche Richtwerte der VDI 2058:2020-08 ergänzt.
Sowohl Unternehmen und Mitarbeitenden sollte das gesundheitliche Risiko von Ultraschallimmissionen am Arbeitsplatz bewusst sein. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Prüfgesellschaften, die Ultraschallmessungen durchführen, ist ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten. Indem sie die Exposition quantifizieren und individuelle Risiken bewerten, tragen sie zur Prävention von gesundheitlichen Schäden bei.


