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Tipps zum Saisonende: Das Motorrad in den Winterschlaf schicken

Auch wenn der Spätherbst oft noch mit ein paar sonnigen Tagen glänzt, neigt sich die Motorradsaison langsam dem Ende zu. Um Schäden am Motorrad zu vermeiden und im kommenden Frühjahr gleich wieder richtig durchstarten zu können, sollte das Motorrad sachgerecht überwintern. Wir erklären, auf welche Punkte es dabei besonders ankommt.

(Quelle: istock / 971yes)

Mit den richtigen Vorkehrungen kommt Ihr Bike unbeschadet durch die Winterpause: 

  • Abschmieren: Zur richtigen Pflege gehört auch das Abschmieren von Gelenken, Bowdenzügen, Hebeln und sonstigen beweglichen Teilen. Bei dieser Gelegenheit lässt sich auch checken, wie es mit dem Spiel beziehungsweise dem Verschleiß der Antriebskette, der Bremsen und der Kupplung bestellt ist.
  • Abstellort: Ein luftiger und trockener Raum ist für die Winterpause Ihres Motorrads ideal. Zur Abdeckung empfiehlt sich ein Staubschutz, der Luft durchlässt und unter dem sich kein Kondenswasser bilden kann. Geeignet sind beispielsweise alte Wolldecken.
  • Auftanken: Füllen Sie den Tank noch einmal auf, bevor das Motorrad für einige Monate in den Ruhemodus versetzt wird. Das verhindert die Korrosion im Behälter. Bei Kunststofftanks sollte das Benzin hingegen abgelassen werden. Beachten Sie dazu auch die Herstellerangaben. Leeren Sie die Benzinleitung und reinigen Sie den Vergaser beziehungsweise erneuern Sie Kraftstoff- und Luftfilter.
  • Batterien: Zum Überwintern die Batterien ausbauen, den Säurestand checken und ihn gegebenenfalls mit destilliertem Wasser wieder auf die richtige Marke auffüllen. Lagern Sie die Batterien an einem trockenen und frostsicheren Ort und laden Sie diese in Abständen von etwa sechs bis acht Wochen nach, um eine Tiefentladung zu vermeiden. Praktisch sind automatische Ladegeräte, die den Fahrbetrieb simulieren und die Batterie regelmäßig ent- und aufladen. So lässt sich die Lebensdauer der Batterie verlängern.
  • Frostschutz: Bei wassergekühlten Motoren sollte der Stand der Kühlflüssigkeit überprüft und auf ausreichend Frostschutz geachtet werden. Beachten Sie dabei die Herstellerangaben.
  • Haupt- und Abgasuntersuchung: Einige Biker haben das Problem, dass die nächste Haupt- und Abgasuntersuchung in die Winterpause fällt. Wenn Sie ein Saisonkennzeichen haben oder Ihr Motorrad über die Wintermonate bei der Zulassungsbehörde abmelden, brauchen Sie es nicht extra aus der Winterruhe holen. Vor der Wiederanmeldung beziehungsweise im ersten Monat, in dem die Geltung des Saisonkennzeichens wieder auflebt, muss die Untersuchung allerdings nachgeholt werden.
  • Intensive Reinigung: Zum Saisonende sollte das Bike gründlich von Dreck und Schmutz befreit werden. Verzichten Sie dabei auf den Einsatz eines Hochdruckreinigers und setzen Sie lieber auf Handwäsche. Wichtig ist beim Reinigen, dass keine Feuchtigkeit an die Elektrik und Elektronik gelangt.
  • Notwendige Reparaturen: Ist das Motorrad intakt oder stehen Reparaturen und Servicearbeiten an? In den Wintermonaten haben die meisten Werkstätten dafür mehr Kapazitäten dafür frei als im Frühjahr zu Beginn der Motorradsaison.
  • Ölwechsel: Vor dem Einmotten der Maschine ist ein Ölwechsel empfehlenswert. Dazu wird das alte Öl in betriebswarmem Zustand abgelassen, der Ölfilter gewechselt und anschließend der Tank mit frischem Öl befüllt. Auch im Getriebe, im Kardan und in der Gabel ist eine Erneuerung des Öls sinnvoll.
  • Pflege und Konservierung: Kleine Schadstellen an lackierten Teilen sollten vor dem Winter noch ausgebessert und mit einem Pflegemittel behandelt werden, damit sich keine Korrosion während der Ruhezeit bilden kann. Für Kunststoff- und Chromteile gibt es dafür spezielle Konservierungssprays oder Schutzwachs. Den Auspuff putzen Sie am besten mit einem ölgetränkten Lappen, mit dem Sie auch das Endrohr verschließen. Empfehlenswert ist außerdem das Reinigen der Antriebskette.
  • Reifen: Ein erhöhter Reifenluftdruck um 0,3 bis 0,5 bar hilft gegen Standschäden. Wer außerdem seine Maschine so aufbockt, dass Vorder- und Hinterrad möglichst gut entlastet sind, schont neben den Reifen auch Federn und Lenkkopflager.
  • Zündkerzen: Schrauben Sie die Zündkerzen zum Reinigen heraus. Mit einer kleinen Metallbürste lassen sich Fettablagerungen problemlos abbürsten. Füllen Sie in jeden Zylinder etwas Motoröl ein und drehen Sie dann den Motor einige Male mit dem Starter durch. Anschließend die Zündkerzen wieder einsetzen.

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