E-Scooter haben sich in vielen Städten als fester Bestandteil der Mobilität etabliert. Sie eignen sich besonders für die sogenannte „Last Mile“, also die letzten Kilometer zwischen Haltestelle und Ziel. Die elektrischen Roller erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 20 Kilometer pro Stunde und schaffen teilweise eine Reichweite von 40 Kilometern oder mehr. Gleichzeitig zeigen aktuelle Statistiken, dass die Zahl der Unfälle deutlich zunimmt. 
 

Checkliste für eine sichere E-Scooter-Fahrt

  • Vor Fahrtbeginn Bremsen und Beleuchtung prüfen
  • Immer nur allein fahren
  • Radwege nutzen, alternativ auf der Fahrbahn fahren
  • Nicht auf Gehwegen fahren
  • Auf Alkohol und Drogen verzichten
  • Tempo an Sicht und Verkehr anpassen
  • Besonders an Kreuzungen aufmerksam bleiben
  • Nach Möglichkeit einen Helm tragen
  • Smartphone während der Fahrt in der Tasche lassen
  • E-Scooter nur an erlaubten Stellen abstellen
     

Wie groß ist das Unfallrisiko?

Das Risiko ist nicht zu unterschätzen. 2025 registrierte die Polizei bundesweit 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden. Das entspricht einem Anstieg von 38,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 38 Menschen kamen dabei ums Leben. Seit 2021 hat sich die Zahl der Unfälle mehr als verdreifacht. Uwe Herrmann sagt: „Die steigenden Zahlen zeigen, dass vielen Fahrenden die Risiken immer noch nicht bewusst sind.“

Besonders häufig spielen falsche Straßennutzung, Alkohol und mangelnde Regelkenntnis eine Rolle. Vor allem junge Menschen verunglücken häufig. Mehr als die Hälfte der Verunglückten war 2025 jünger als 25 Jahre. Schon die Statistiken der vergangenen Jahre zeigten, dass junge Fahrerinnen und Fahrer überdurchschnittlich oft in Unfälle verwickelt sind. Dabei gilt für alle Fahrenden unter 21 Jahren eine strikte 0,0-Promille-Grenze, so wie in der Führerschein-Probezeit.
 

Welche Fehler führen am häufigsten zu Unfällen?

Oft sind es Verstöße gegen einfache Regeln. Die häufigste Unfallursache ist die falsche Straßennutzung. Viele Fahrende nutzen Gehwege, obwohl E-Scooter dort nichts verloren haben. Hinzu kommen Fahrten unter Alkoholeinfluss und das verbotene Mitnehmen weiterer Personen.

Vor allem Alkohol spielt bei den Unfallzahlen eine bedeutende Rolle. Dabei gelten auf dem E-Scooter dieselben Promillegrenzen wie am Lenkrad eines Autos. Wer alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss fährt, macht sich strafbar. In schweren Fällen drohen Geldstrafen, Punkte in Flensburg oder sogar Probleme beim Führerschein. „Viele würden sich nie alkoholisiert ans Steuer eines Autos setzen. Dabei gelten auf dem E-Scooter dieselben Regeln“, erklärt Uwe Herrmann.

Hinzu kommen viele ärgerliche Unfälle auf dem Gehweg. Dabei gehören E-Scooter grundsätzlich auf den Radweg. Fehlt ein Radweg, dürfen Fahrende die Fahrbahn nutzen. Fußwege sind tabu. Trotzdem zählt die falsche Nutzung von Gehwegen und Fahrbahnen seit Jahren zu den häufigsten Unfallursachen.
 

Welche Folgen drohen bei Alkohol, Drogen oder Regelverstößen?

Viele Menschen unterschätzen, dass Alkoholgrenzen auch für E-Scooter gelten. Wer betrunken oder unter Drogeneinfluss fährt, riskiert empfindliche Konsequenzen. Je nach Fall drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg, Fahrverbote oder sogar der Entzug der Fahrerlaubnis. Das kann auch Personen treffen, die ihren Führerschein noch gar nicht erworben haben. Unter Umständen wird die Fahrerlaubnisbehörde bereits vor dem Führerscheinerwerb aktiv und stellt die persönliche Eignung zum Führen von Fahrzeugen infrage. 

Auch das Fahren zu zweit ist kein Kavaliersdelikt. E-Scooter sind nur für eine Person zugelassen. Wer eine weitere Person mitnimmt, verstößt gegen die Vorschriften und erhöht das Unfallrisiko erheblich. Die Unfallstatistiken zeigen, dass immer wieder auch Mitfahrende verletzt werden, obwohl die Fahrzeuge ausdrücklich nicht für zwei Personen ausgelegt sind. 

 

FAQ

  • Wie schnell darf ein E-Scooter in Deutschland fahren? 
    Die meisten zugelassenen E-Scooter sind auf 20 km/h begrenzt. 
     
  • Dürfen zwei Personen auf einem E-Scooter fahren? 
    Nein. E-Scooter sind nur für eine Person zugelassen. Mitfahrende tauchen jedoch immer wieder in den Unfallstatistiken auf. 
     
  • Muss ich einen Helm tragen? 
    Eine Helmpflicht gibt es nicht. Viele Sicherheitsexperten empfehlen ihn dennoch.
     
  • Darf ich mit Alkohol E-Scooter fahren? 
    Nein. Für E-Scooter gelten dieselben Alkoholregeln wie im Straßenverkehr für Kraftfahrzeuge. 
     
  • Ab wann darf ich E-Scooter fahren? 
    In Deutschland dürfen Jugendliche ab 14 Jahren einen E-Scooter mit Straßenzulassung fahren. Bei gemieteten E-Scootern beträgt meist die Altersgrenze 18 Jahre.
     
  • Müssen E-Scooter zugelassen oder versichert sein? 
    E-Scooter dürfen nur mit einer gültigen Betriebserlaubnis und einer gültigen Versicherung, die man an dem aufgeklebten Versicherungskennzeichen erkennen kann, im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden.

 


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